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Ruuvis Geschichte und die Kickstarter-Kampagne

Alles begann vor etwa 8 Jahren, als ich an der Universität Oulu in Finnland Embedded Systems studierte.

Damals fiel mir auf, dass es in Finnland keine Websites für Embedded-Elektronik gab, die sich an Maker, Studierende und Entwickler richteten. Ich wollte diese neue und spannende Nische genauer erkunden.

Ich war es gewohnt, Websites zu betreiben, und habe auch gern Inhalte dafür erstellt. Eine Website für Embedded-Elektronik könnte ein neues Hobby sein und mir außerdem helfen, neue Elektronik-Skills aufzubauen.

Also beschloss ich, eine zu erstellen.

Die Website wurde zu einem bekannten Portal unter finnischen Elektronik-Enthusiasten. Es wurden zahlreiche Hobbyprojekte erstellt und dort veröffentlicht.

Ruuvis erstes großes, communitygetriebenes Open-Source-Projekt war RuuviTracker. Ein Open-Source-GPS/GLONASS/GSM-Trackinggerät.

Das RuuviTracker-Projekt wurde Ende 2011 gestartet.

Der RuuviTracker
RuuviTracker ist Ruuvis allererstes Open-Source-Hardwareprojekt, das 2011 gestartet wurde. Es ist weiterhin Open Source, wird aber nicht in Serie produziert und ist daher nicht erhältlich.

Vor ein paar Jahren wurden Buzzwords wie IoT (Internet of Things) und Bluetooth-Low-Energy-Beacons zu heißen Themen in der Tech-Branche. Startups und große Unternehmen weltweit erkannten, dass sie mitziehen mussten – und zwar lieber früher als später.

2014–2015 gab es einige Proximity-Beacon-Produkte auf dem Markt, aber sie wirkten auf mich irgendwie langweilig. Ihre Funktionen waren begrenzt, und ich wollte etwas, das mehr kann.

Im Februar 2015 hatte ich eine Idee.

Wie cool wäre es, einen einzigartig aussehenden Sensor-Beacon zu entwickeln? Und natürlich alle Quellen öffentlich zu machen, weil offenbar sonst niemand dazu bereit ist (!)

Er könnte seine Energie sogar aus der Umgebung gewinnen!

Die nächsten Wochen und Monate waren extrem produktiv.

Ich stand früh auf, fing an zu designen und merkte bald, dass es schon Mitternacht war.

Das Projekt bekam schnell viel Aufmerksamkeit in der IoT-Bluetooth-Szene – und das zeigte klar, dass es eine große Nachfrage nach einem Open-Source-Gerät wie diesem gab.

Das Projekt ging schnell voran, und in Zusammenarbeit mit Offcode, meinem früheren Arbeitgeber, produzierten wir Prototypen und entwickelten eine Firmware.

Die erste Revision des RuuviTag
Die erste Revision des RuuviTag nutzte den Bluetooth-Chipsatz von Dialog Semiconductor.

Im Juni 2015 erhielt ich eine interessante E-Mail von einem norwegischen Halbleiterhersteller, Nordic Semiconductor.

Sie hatten den RuuviTag entdeckt und fragten uns, ob wir eine Zusammenarbeit mit ihnen starten möchten.

Der Vorschlag kam genau zur richtigen Zeit, denn während der Firmware-Entwicklung stellten wir fest, dass Dialogs Software-Entwicklungstools nicht ausgereift waren, und außerdem waren wir mit den Lizenzrichtlinien ihrer SDKs (Software Development Kits) nicht einverstanden.

Bei Nordic Semiconductor gab es dieses Problem nicht – das passte also perfekt.

Schon damals waren sie im Vergleich zu anderen Chip-Herstellern stärker an der Open-Source-Branche interessiert. Viele ihrer Entwicklungstools waren offen, und die Codebeispiele in ihren SDKs ließen sich mit GCC problemlos kompilieren.

Außerdem klang ihr kommender nRF52 fast zu gut, um wahr zu sein.

Die Entscheidung dauerte nicht lange.

Game-Changer-Banner-Logo
Ein historischer Moment in der Geschichte des RuuviTag.

Ich entschied mich, alles auf eine Karte zu setzen und einen neuen RuuviTag zu entwickeln.

Um ihn leistungsfähiger, kosteneffizienter in der Herstellung und leichter hackbar zu machen, vergrößerte ich den Durchmesser des Geräts von 30 mm auf 45 mm.

Die größere Bauform war definitiv die richtige Entscheidung.

Jetzt war es möglich, eine Batterie mit bis zu 5-fach höherer Kapazität zu verwenden, eine effizientere Funkantenne zu entwickeln und außerdem eine NFC-Spule zu integrieren.

Außerdem gelang es mir endlich, den perfekt funktionierenden Batteriefach-Mechanismus zu entwickeln, den ich mir ganz am Anfang des Projekts vorgestellt hatte.

Der neue RuuviTag war geboren.

RuuviTag Rev.B3.
RuuviTag Rev.B3.

Jetzt war die Technologie als funktionierend bewiesen, und es gab eindeutig eine hohe Nachfrage nach RuuviTags.

Das Upgrade auf Nordics neuesten Chip ließ die Nachfrage noch weiter steigen.

Wir bekamen ständig Anfragen, wann und wo man sie kaufen kann.

„Shut up and take my money“-Meme

Als Startup ohne Investitionen wollten wir jedoch lieber erst Vorbestellungen sammeln, bevor wir in die Massenproduktion gehen.

Crowdfunding? Vielleicht. Ich hatte das von Anfang an in Betracht gezogen, aber ich wusste, wie schwer das werden würde, und zögerte. Aber verdammt, machen wir’s trotzdem. Ohne Fleiß kein Preis usw.

Anfang 2016 war klar: Wir starten eine Kickstarter-Kampagne.

Wie man sich vorstellen kann, war die Kampagne eine Menge harter Arbeit.

Kurz bevor die Kampagnenarbeit begann, stieß Henri zum Kernteam. Sein Beitrag zur gesamten Kampagne war eine enorme Hilfe. Ich habe das wirklich sehr geschätzt.

Außerdem kam Otso dazu, um bei der Kampagnenarbeit zu helfen, ebenso Sini-Maaria, die in den letzten Jahren gelegentlich mitgewirkt hatte.

Wir starteten die Kampagne am 27. Juni 2016, und sie war in 4 Stunden zu 100 % finanziert.

Während der Kampagne setzten (und erreichten) wir mehrere Stretch Goals. Das heißt: Das Gerät bekam neue Features wie Zertifizierungen, ein wasserdichtes Gehäuse, eine Batterie für einen erweiterten Betriebstemperaturbereich und so weiter.

All das erhöhte unseren Aufwand, war aber definitiv die Mühe wert – für die Zukunft des RuuviTag.

All die Verbesserungen machten das Gerät deutlich interessanter. Am Ende konnten wir endlich sagen: Es ist ein vollständiges Produkt und nicht nur ein Development Board für Hacker.

Ich bin (immer noch) erleichtert, sagen zu können, dass Anfang April 2017 schließlich alle Rewards an die Unterstützer verschickt wurden. Spät, aber mit Freude verschickt.

Wenn du Unterstützer warst, möchten wir dir für deine Geduld und deinen Glauben an das Projekt danken.

Kickstarter-Logo

Nach der Kampagne haben wir nicht langsamer gemacht.

Stattdessen haben wir extrem hart daran gearbeitet, die besten verfügbaren Lieferanten und Partner zu finden, um das Gerät in Serie zu produzieren.

Seit Juli 2017 ist der RuuviTag offiziell bestellbar.

Jetzt ist unser Team ambitionierter denn je, und wir haben große Pläne und Projekte in der Pipeline.

Wir halten dich auf dem Laufenden.

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RuuviTag Sensor (4in1)

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RuuviTag ist ein Bluetooth-Sensor, der Umgebungsbedingungen überwacht und die Daten direkt an dein Mobilgerät sendet. Mit der Ruuvi Station App kannst du genaue Echtzeit-Messwerte und historische Graphen einsehen. Die App bietet zudem anpassbare Alarme, um dich über kritische Zustände zu informieren, wie z. B. eine abtauende Gefriertruhe, zu hohe Schlafzimmertemperaturen oder erhöhte Luftfeuchtigkeit im Keller.

Integrierte Sensoren (4-in-1)

Temperatur: °C, °F, K; typische Genauigkeit ±0,2 °C bei 5–60 °C (±0,36 °F bei 41–140 °F).
Luftfeuchtigkeit: rF-%, g/m3, Taupunkt; typische Genauigkeit ±3 rF-% bei 20…80 %. Bereich: 0–95 %.
Luftdruck: Pa, hPa, mmHg, inHg; typische Genauigkeit ±1 hPa. Bereich: 500–1155 hPa.
Bewegung: Bewegungszähler. Der Zähler wird erhöht, wenn die Beschleunigung den Schwellenwert auf einer beliebigen Achse überschreitet.

Betriebsbedingungen

Betriebstemperatur (mit Standardbatterie): -20 °C bis +70 °C (-4 °F bis 158 °F).
Absolute maximale Betriebstemperatur: -40 °C bis +85 °C (-40 °F bis +185 °F).
Gehäuse: IP67, spritzwassergeschützt, nicht kondensierender Standort.
Batterie: Austauschbare CR2477 (enthalten). Unterstützt CR2477T-Batterien für erweiterten Temperaturbereich.
Batterielebensdauer: Geschätzt 12 bis 24 Monate.
Zertifizierungen: CE, FCC, ISED, TELEC, IFETEL, NOM, RTCA DO-160 Kategorie H, RoHS, IC, HVIN, IMDA, OFCA, ICASA, POTRAZ.
Bluetooth-Reichweite: 5–20 Meter (innen), 20–100 Meter (außen). Die Empfindlichkeit der Antenne des Mobilgeräts, Hindernisse und Wandmaterialien beeinflussen die Reichweite. Für mehr Reichweite nutze den Ruuvi Gateway Router als Empfänger.

App-Funktionen

Kostenlos und einfach: Benutzerfreundliche kostenlose App, Anmeldung optional.
Plattformen:
Android und iOS.
Alarme: Konfigurierbare Bluetooth-Push-Alarme mit anpassbaren Nachrichten.
Echtzeit-Messungen: Verfolge Daten in Echtzeit.
Historische Daten: Detaillierte historische Graphen für bis zu 10 Tage verfügbar (offline).
Verlaufsexport: 10-Tage-Verlaufsexport.
Dashboard: Alle Sensoren auf einen Blick sehen.
Sensoren personalisieren: Eigene Hintergründe und Namen verwenden.
Mehrsprachig: Verfügbar in Englisch, Finnisch, Schwedisch, Französisch und Deutsch.

Kompatibilität

Integrationen: Victron Energy, Home Assistant, Homey und mehr.
Fernüberwachung: Wenn du nicht in Bluetooth-Reichweite bist, ist eine Online-Fernüberwachung mit dem Ruuvi Gateway und der Ruuvi Cloud verfügbar (beide separat erhältlich).

Technische Spezifikationen

Datenblatt: Download (PDF)
Weitere Infos unten lesen: